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Frauen-WM: Marokko, die letzte afrikanische Hoffnung

Die Marokkaner spielen ihr Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Frankreich. Die Atlas Lionesses sind das letzte afrikanische Team, das noch im Wettbewerb ist.

Afrikaner hoffen auf Sieg bei der Frauen-Weltmeisterschaft nehmen von Stunde zu Stunde ab. Es schien jedoch alles gut zu gehen. Mit Ausnahme von Sambia gelang es allen afrikanischen Teams, aus ihren jeweiligen Gruppen herauszukommen und sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Ein Stadion, das den Südafrikanern und Nigerianern nicht wirklich gelungen ist. Südafrika verlor am Sonntag mit 2:0 gegen die Niederlande, während Nigeria, das am Montag gegen England ein Unentschieden hielt, das Viertelfinale verpasste, weil es in der Sitzung keine Torschüsse gab.

Nur Marokko bleibt übrig. In wenigen Stunden treffen die Spieler des Königreichs auf Frankreich. Eine Art Neuauflage der Weltmeisterschaft der Männer, bei der die Blues die tapferen Atlas Lions besiegt hatten. Frankreich ist der absolute Favorit. Aber in einem Wettbewerb wie diesem kann alles passieren. Und es gibt Hoffnung in Marokko.

Als Zweiter ihrer Gruppe, hinter Kolumbien, haben die Marokkaner zwar gegen Deutschland eine schwere Niederlage erlitten (6 zu 0 Tore), konnten aber ihre beiden entscheidenden Begegnungen gegen Südkorea und Kolumbien gewinnen. Jedes Mal wurde nur ein kleines Tor geschossen.

Das ist sicherlich der Schwachpunkt der Atlas Lionesses: mangelnde Offensiveffizienz. Nur Anissa Lahmari und Ibtissam Jraidi schafften es, die Netze zu treffen. Neben der Niederlage gegen Deutschland kann sich Marokko aber auch darüber freuen, in den beiden anderen Gruppenspielen kein Gegentor kassiert zu haben.

Dennoch ist Frankreich ein großer Brocken. Allerdings haben die Marokkaner das Glück, an der Spitze ihrer Mannschaft einen Trainer zu haben, der die Blues sehr gut kennt. Reynald Pedros war vor allem Trainer der Damenmannschaft Olympique Lyonnais, bevor er zu Marokko wechselte. Ironischerweise steht ihm jedoch ein anderer Trainer gegenüber, den die marokkanischen Fans gut kennen und der versuchen wird, die Pläne der Atlas Lionesses zu durchkreuzen: Hervé Renard, Trainer der Bleues, ist in der Tat der ehemalige Trainer der marokkanischen Herrenmannschaft.

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